Zwei britische Trojaner-Programmierer angeklagt

Sophos Press Release

Medienberichten zufolge* wurden zwei Männer aus Nordost-England angeklagt, weil sie an der Programmierung des TK Wurms beteiligt gewesen sein sollen. Der Wurm ist auch als Troj/TKBot-A bekannt.

Dem 20-jährigen Jordan Bradley aus Darlington und dem 22-jährigen Andrew Harvey aus Durham wirft die National High Tech Crime Unit (NHTCU) vor, Mitglieder der Hacker-Gruppe 'Thr34t-Krew' zu sein.

Diese Gruppe hat ein Trojanisches Pferd gestartet, von dem Sophos Entwickler glauben, dass es eine verwundbare Stelle ausnutzt, die einige Microsoft IIS Web-Server aufweisen. Microsoft hat dazu schon ein Patch veröffentlicht, das diese Schwachstelle beheben soll. Das Patch kann auf der Microsoft-Website unter folgender Internetadresse heruntergeladen werden: http://www.microsoft.com/technet/security/bulletin/MS00-078.asp

Die beiden Männer wurden zu den Straftaten, die zwischen dem 1. Januar 2002 und dem 6. Februar 2003 stattgefunden haben sollen, schon vor einiger Zeit verhört. Derzeitig geht die NHTCU davon aus, dass die Hackerangriffe schätzungsweise einen Schaden von etwa 5,5 Millionen britischen Pfund angerichtet haben.

'Es ist kriminell, wenn man sich am Eigentum anderer Leute zu schaffen macht - dabei besteht kein Unterschied, ob man unerlaubter Weise in einen Computer oder in ein Haus eindringt', meint Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos. 'In einer idealen Welt müssten wir uns nicht mit Firewalls und Anti-Viren-Software schützen. Doch leider gibt es immer wieder einzelne Verbrecher und ganze Banden, die uns mit ihren illegalen Aktivitäten beeinträchtigen und finanziellen Schaden anrichten. Es ist aber erfreulich, dass die Behörden bereit sind zu ermitteln, wenn vermutet wird, dass eine Computerkriminalität begangen worden ist.'

Bradley und Harvey werden am 18. September vor das Consett Magistrates Gericht treten.

Kürzlich wurden auch zwei andere junge Männer in Verbindung mit Varianten des Blaster-Wurms genannt. Jeffrey Lee Parson wurde Ende August vom FBI verhaftet und ein Rumäne soll der Polizei bei ihren Ermittlungen behilflich sein. Währenddessen wurde Simon Vallor, der neun Monate wegen der Programmierung dreier Computerviren im Gefängnis saß, gestern aus der Haft entlassen.

* siehe:
http://www.thisisthenortheast.co.uk/the_north_east/news/NEWS5.html

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