Spam

Bei Spam handelt es sich um unaufgefordert versandte Werbe-E-Mails, also der elektronischen Version unliebsamer Werbepost im Briefkasten.

Um Spam-Filter zu überlisten, tarnen Spammer häufig ihre E-Mails. Immer mehr Spam kommt von scheinbar normalen Absendern mit einer Yahoo!, Hotmail oder AOL E-Mail-Adresse, deren Benutzerkonten geknackt wurden. Auch die Menge an „Snowshoe Spam“, der von gemieteten statischen IP-Adressen (VPS) oder Cloud-Diensten aus gesendet wird, nimmt immer mehr zu.

Spammer haben es auch auf große E-Mail-Dienstanbieter abgesehen und versuchen, mit ihrer Malware deren Mail Transfer Agents (MTA) zu manipulieren, um darüber Spam zu versenden.

Spamming kann sich lohnen. In einer einzigen Kampagne können für sehr wenig Geld Millionen von E-Mails verschickt werden. Und wenn auch nur einer von 10.000 Empfängern einen Kauf tätigt, macht der Spammer bereits einen Gewinn.

Aber ist Spam denn so schlimm?

  • Spam verschwendet Arbeitszeit. Benutzer ohne Spamschutz müssen Spam-E-Mails heraussuchen und löschen.
  • In der Spam-Flut übersieht man leicht wichtige E-Mails oder löscht sie versehentlich, weil man sie für Spam hält.
  • Genauso wie Hoaxes oder E-Mail-Viren verbraucht Spam Bandbreite und verschwendet Speicherplatz.
  • Benutzer fühlen sich durch Spam belästigt. Die Schuld wird beim Arbeitgeber gesucht, da man von ihm erwartet, eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.
  • Spammer verschicken ihre E-Mails oft über die Computer anderer Benutzer (siehe Zombie).
  • Spam wird zur Verbreitung von Malware genutzt (siehe E-Mail-Malware).

Spammer nutzen heute auch beliebte Dienste wie Twitter und oder Facebook, um Spamfilter zu umgehen und Benutzer dazu zu verleiten, persönliche und finanzielle Daten preiszugeben.

download Schreckxikon: Bedrohungen von A bis Z
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