Facebook: Das Thema „Privatsphäre“

Facebook hat mehr als 350 Millionen aktive User, und laut Berichten melden sich jeden Tag weitere 700.000 User an diesem sozialen Netzwerk an. Wie vorsichtig sind jedoch Facebook-User, wenn es um den Schutz ihrer Privatsphäre im Internet geht?

Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Sophos-Studie:

  • 46 % aller Facebook-User akzeptieren Freundschaftsanfragen von ihnen nicht bekannten Personen.
  • 89 % aller User zwischen 20 und 29 Jahren geben ihr vollständiges Geburtsdatum an.
  • Beinahe 100 % aller User veröffentlichen ihre E-Mail-Adresse.
  • Zwischen 30 und 40 % aller User machen Angaben zu Familie und Freunden.

Identitätsdiebe können diese Daten missbrauchen, um Verbrechen gegen Personen und Unternehmen zu begehen. Lesen Sie unsere Anleitungen für mehr Sicherheit bei der Verwendung von Facebook, um Ihre persönlichen Daten zu schützen und einen Identitätsdiebstahl zu vermeiden.

Die Gefahr des Identitätsdiebstahls auf Facebook

Ende 2009 führte Sophos einen Versuch durch, um herauszufinden, wie leicht die persönlichen Daten von Facebook-Usern gestohlen werden können. Wir erstellten zwei gefälschte Facebook-Konten und sendeten Freundschaftsanfragen an zufällig ausgewählte User. 46 % der User akzeptierten unsere Freundschaftsanfragen und gaben uns damit Zugriff auf eine Reihe von persönlichen Daten.

Von den Usern zwischen 20 und 29 Jahren, die unsere Freundschaftsanfrage akzeptierten, veröffentlichten 89 % ihr vollständiges Geburtsdatum in ihrem Profil. Beinahe alle User veröffentlichten ihre E-Mail-Adresse, und ungefähr 50 % gaben ihren Wohnort an. In den Händen eines Identitätsdiebs können diese wertvollen Informationen leicht missbraucht werden.

Wir führten diesen Versuch durch, um herauszufinden, ob Facebook-User in den zwei Jahren seit unserem ersten Versuch im Jahr 2007 vorsichtiger mit den Privatsphäre-Einstellungen umgehen. Damals gaben 41 % der User ihnen völlig unbekannten Personen sensible persönliche Daten frei. Unsere gefälschten Facebook-Konten hatten Zugriff auf Informationen, die Verbrechern helfen können, Kennwörter zu erraten oder sich sogar als die betreffende Person auszugeben.

Wie können sich Facebook-User schützen?

Die Privatsphären-Einstellungen von Facebook sind grundsätzlich weit leistungsfähiger als diejenigen anderer sozialer Netzwerke. Jedoch wählen viele User die Privatsphären-Einstellungen nicht sorgfältig genug aus oder wissen nicht, wie man sich im Internet sicher verhält. Unsere bewährten Verfahren für mehr Sicherheit auf Facebook können Ihnen helfen, das Risiko eines Identitätsdiebstahls zu senken.

Facebook, Mitarbeiterproduktivität und Ihr Unternehmen

Nicht nur private User sind gefährdet. Unternehmen und andere Organisationen können Opfer gezielter Angriffe von Cyberkriminellen werden, die gestohlene Mitarbeiterdaten missbrauchen.

Eine Umfrage von Sophos ergab, dass der Zugriff auf Facebook für 50 % aller Mitarbeiter in Unternehmen gesperrt ist. Dies erfolgt nicht nur aus Gründen des Datenschutzes, sondern auch aufgrund des befürchteten negativen Einflusses auf die Mitarbeiterproduktivität.

Unternehmen sind außerdem darüber besorgt, dass Mitarbeiter Beiträge auf Facebook verfassen oder Fotos und Videos veröffentlichen, die das Unternehmen in schlechtem Licht zeigen.

Obwohl Website wie Facebook legitim zu geschäftlichen Zwecken verwendet werden können, sollten IT-Administratoren entscheiden können, ob die Zugriffsmöglichkeit für das Unternehmen angebracht ist.

Sophos sind Experten darin, Unternehmen bei Schutz und Kontrolle ihrer User-Computer zu unterstützen. Mit den Sophos Web Appliances können Richtlinien festgelegt werden, die den Zugriff auf bestimmte Websites beschränken sowie den Zugriff auf schädliche Phishing-Webseiten und vireninfizierte Webseiten blockieren.

Haftungsausschluss: Die Sicherheitsempfehlungen auf dieser Seite werden nicht von Facebook unterstützt und sind alleiniges Eigentum von Sophos.

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