USA weiter Top-Spamverbreiter weltweit, Deutschland verbessert sich

Februar 04, 2014 Sophos Press Release

Sophos, führender Anbieter von umfassenden Lösungen für IT- und Datensicherheit, hat die neuesten Zahlen seiner Spampionship Dirty Dozen veröffentlicht. Die Rangliste zeigt auf, welche Länder in Sachen Spamverbreitung am aktivsten sind. Erneut eindeutiger „Gewinner" im 4. Quartal 2013 ist die USA mit einem Anteil von 14,5% am weltweiten Spamaufkommen. China greift wieder stärker ins Geschehen ein und sichert sich mit 8.2% Platz 2 der unrühmlichen Hitparade vor Russland mit 5.5%.

Die SophosLabs-Zahlen bescheinigen Deutschland eine positive Entwicklung. So sank das Spam-Volumen von 3,0 im 3. Quartal 2013 auf 2,0%. Ebenfalls verbessert hat sich die Spamsituation in Österreich. Dort sank das Volumen von 0.23 auf 0.15%. Die Schweiz stagniert bei einem Anteil von 0.27%.

„Die Botschaft der aktuellen Zahlen aus den Dirty-Dozen-Charts liegt klar auf der Hand: Das Problem zombifizierter Computer, die unablässig Spam verbreiten, ist eine globale Angelegenheit", so Paul Ducklin, Senior Security Analyst bei Sophos. „Mit Ausnahme von Afrika ist jede Region der Welt sehr stark vertreten. In den meisten Fällen schaffen es die Länder in unsere Spampionship-Tabelle, weil eine statistisch signifikante Menge an Nutzern ihre PCs für Onlinegeschäfte nutzt, diese aber von einer Remote-Control-Malware infiziert sind. Der Spam-Aspekt ist also nur ein Symptom – sozusagen der Anfang des Problems. Zombie-Malware bedeutet, dass die Kriminellen bereits einen Weg in die Rechner gefunden und damit eine Plattform für weitere Angriffe haben."

Interessant ist übrigens auch ein Blick auf die Statistik aus einer anderen Perspektive: Wenn die „Dirty Dozen"-Rangliste auf einen Spam-pro-Kopf-Vergleich heruntergebrochen wird, schaffen es plötzlich ganz andere Länder nach vorne. Während die Top-Platzierung von einwohnerreichen Ländern wie USA, China oder Russland bei der „normalen" Liste mehr oder weniger die logische Konsequenz ist, stehen nun auch Länder wie Kuwait oder Mazedonien weit vorne. Bei dieser Herangehensweise steht die Schweiz auf Platz 33, Deutschland auf Platz 52 und Österreich auf Platz 65.