Neues Facebook-Experiment enthüllt wiederum die Arglosigkeit der Nutzer

Dezember 07, 2009 Sophos Press Release

Zwei fiktive Facebook-Profile, einmal mit dem Foto einer Gummi-Ente sowie mit dem eines Katzenpärchens, brachten es innerhalb von zwei Wochen auf 95 Facebook-Freunde. Damit waren die beiden Profile noch "erfolgreicher" als der 'Plastikfrosch', mit dem Sophos das Experiment vor zwei Jahren zum ersten Mal durchführte.

Insgesamt verschickte Sophos über beide Profile jeweils 100 Freundschaftsanfragen an zufällig ausgewählte Nutzer. 46 Prozent der adressierten Facebook-Teilnehmer akzeptierten die Freundschaftsanfrage ungeprüft und gaben damit private Details aus ihrem Facebook-Profil an Unbekannte preis.

Dabei scheinen 'ältere' User tatsächlich vorsichtiger mit ihren Daten umzugehen. Ihr Geburtsdatum veröffentlichten 89 Prozent der über 20-Jährigen, dagegen nur 57 Prozent der über 50-Jährigen. Knapp die Hälfte aller über 20-jährigen eröffnete den neuen Facebook-Kontakten auch Zugang zu persönlichen Daten von Freunden und Familie, während das nur knapp ein Drittel aller über 50-Jährigen tat.

Weitere Details zu dem aktuellen Facebook-Experiment von Sophos befinden sich im Blog-Eintrag von Paul Ducklin, Head of Technology, Sophos Asia Pacific.

Ein YouTube Video von Sophos dokumentiert das Experiment ebenfalls.

Für Sophos zeigt das Ergebnis erneut, wie sorglos Nutzer von sozialen Netzwerken mit persönlichen und privaten Informationen umgehen. Viele Teilnehmer von Xing, Facebook, Wer-kennt-wen und MySpace sowie anderen Netzwerken sind sich nicht darüber bewusst, was Betrüger und andere Cyberkriminelle mit ihren Daten anfangen könnten. Die Angriffspunkte sind vielfältig und reichen vom schnellen Erraten von Passwörtern bis zum Diebstahl der Identität - den Schaden hat immer der Nutzer.

Die wichtigsten drei Tipps von Sophos bei der Teilnahme in sozialen Netzwerken sind:

  • Freundschaftsanfragen nur von Freunden akzeptieren, die man auch im echten Leben kennt und denen man vertraut.
  • Sicherheitseinstellungen der sozialen Netzwerke aktiv nutzen.
  • Immer daran denken, dass das Internet nichts vergisst.