Bill Gates sagte im Januar 2004 das Ende von Spam innerhalb von zwei Jahren voraus.
Sophos hat die Spam-Trends und aktivsten Länder beim
Versand unerwünschter Mails im vierten Quartal 2008 ermittelt: Den Analysen der
SophosLabs, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, zufolge nutzen Spammer
zunehmend unterschiedliche Täuschungstaktiken und Verbreitungswege: Dazu gehört
auch der Versand von Spam über Social-Network-Plattformen wie Facebook oder
Twitter. Zudem enthalten immer mehr Spam-Mails schädliche Dateianhänge oder
Links, die auf infizierte Websites führen. Knapp 20 Prozent aller Spam-Mails
stammten im vierten Quartal 2008 aus den USA, die die Rangliste der zwölf
aktivsten Länder beim Spam-Versand damit weiter anführen. Deutschland nimmt mit
einem Anteil von 2,4 Prozent den elften Rang ein – die Schweiz findet sich auf
Platz 38 (0,35 Prozent) und Österreich auf Platz 44 (0,25 Prozent). Im
Vergleich der Kontinente behauptet Asien nach wie vor die Spitzenposition –
gefolgt von Nord-Amerika auf dem zweiten und Europa auf dem dritten Rang.
Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant bei Sophos: 'Vor genau fünf
Jahren sagte Bill Gates beim Weltwirtschaftsforum in Davos das Ende von Spam
innerhalb von zwei Jahren voraus. Jetzt sind fünf Jahre vorbei und von einem
Spam-Rückgang kann keine Rede sein. Den bis heute andauernden Spam-Versand
konnten bislang weder das strengere gesetzliche Vorgehen gegen Spammer noch die
Schließung einiger Internet-Provider, die Spam unterstützen, oder die permanent
verbesserten Antispam-Lösungen eindämmen.'
Das 'Dreckige Dutzend': USA behält Spam-Krone
Auch im vierten Quartal 2008 kamen die meisten Spam-Mails aus den USA: Mit
einem Anteil von 19,8 Prozent behaupten diese erneut Rang eins. China hat im
Vergleich zum dritten Quartal deutlich zugelegt und ist mit einem Spam-Anteil
von 9,9 Prozent (drittes Quartal: 5,4 Prozent) auf den zweiten Platz
vorgerückt. Russland belegt mit 6,4 Prozent den dritten Rang. Im Gegensatz dazu
sind Länder wie Kanada, Japan und Frankreich, die noch vor fünf Jahren zu den
aktivsten Spam-Nationen gehörten, aktuell nicht mehr in den Top 12 vertreten.
Deutschland dagegen ist mit 2,4 Prozent in das ‘Dreckige Dutzend‘ zurückgekehrt
und liegt im vierten Quartal 2008 auf Rang elf.
Sophos identifizierte folgende Länder, über die zwischen Oktober und Dezember
2008 die meisten Spam-Mails verbreitet wurden:

Vergleich der Kontinente: Asien führt, Nordamerika und Europa fast gleich auf
Die Rangliste nach Kontinenten, aus denen die meisten Spam-Mails verschickt
wurden, ergibt folgendes Bild:
Immer mehr Spam via Social Networks
Spammer stellten sich im vierten Quartal 2008 gezielt auf die Tatsache ein,
dass Web 2.0 Plattformen wie Facebook oder Twitter mittlerweile regelmäßig von
Computeranwendern genutzt werden. Online-Kriminelle legen es dabei vor allem
darauf an, an vertrauliche Unternehmens- oder Userdaten zu gelangen. Hierfür
versenden sie beispielsweise gefälschte Nachrichten und Kontaktanfragen an
Social-Network-Anwender oder locken User per Link auf infizierte Websites.
Sascha Pfeiffer: 'Cyberkriminelle haben erkannt, dass sich
Social-Network-Nutzer leichter austricksen lassen, wenn sie glauben, die
Nachricht stamme von einem anderen Netzwerk-Mitglied, als bei unaufgefordert
erhaltenen E-Mails. Solange Anwender darauf hereinfallen, werden die
Betrügereien weitergehen. Daher ist jeder Nutzer aufgefordert, bei
elektronischen Nachrichten – ob via E-Mail, Social Network oder Twitter –
entsprechend vorsichtig zu sein.'
Um sich vor Spam- und Malware-Attacken zu schützen rät Sophos allen Unternehmen
und Computeranwendern, ihre Antiviren-Lösungen automatisch zu aktualisieren und
integrierte Sicherheitslösungen an ihren E-Mail- und Web-Gateways einzusetzen.
Mehr als 100 Millionen Anwender in 150 Ländern verlassen sich auf Sophos als den besten Schutz vor komplexen IT-Bedrohungen und Datenverlust. Sophos bietet dafür Security- and Data-Protection-Lösungen an, die einfach zu verwalten, zu installieren und einzusetzen sind und dabei die branchenweit niedrigste Total Cost of Ownership bieten. Sophos bietet preisgekrönte Verschlüsselungs- und Endpoint-Security-Produkte, darüber hinaus Lösungen für Web- und E-Mail-Sicherheit sowie Network Access Control (NAC). Das Angebot wird von einem weltweiten Netzwerk eigener Analysezentren, den SophosLabs, unterstützt. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung gehört Sophos laut den Top-Analystenhäusern zu den führenden Unternehmen für IT-Sicherheit und Datenschutz und hat zahlreiche Branchenauszeichnungen erhalten.
Sophos hat seinen Hauptsitz in Boston, USA, und Oxford, Großbritannien. In Deutschland ist das Unternehmen in Wiesbaden und in Österreich sowie der Schweiz je an einem Standort vertreten. Weitere Informationen unter: www.sophos.de.