Persönliche Angaben auf Social Network Websites erleichtern Cyberkriminellen die Arbeit

August 14, 2007 Sophos Press Release


41% der angeschriebenen FacebookMitglieder wollten Freunde von 'Freddi dem Frosch' werden und schickten ihm ihre persönlichen Daten.

Sophos, einer der führenden Anbieter von ITLösungen für 'Security and Control', warnt vor dem leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten in OnlineNetzwerken. Social Networks gehören zu den meist genutzten Web 2.0Angeboten. Auf OnlinePlattformen, wie Stayfriends, Lokalisten oder Werkenntwen, sind mittlerweile Millionen von InternetNutzern weltweit registriert.

Ein Experiment von Sophos zeigt: Die Mitglieder geben dort auf Anfrage unüberlegt persönliche Daten, wie EMailAdresse, Geburtstag oder Telefonnummer, preis, ohne die Identität des Absenders zu kennen. Für Cyberkriminelle ist es ein Leichtes, auf diese Weise potenzielle Opfer auszuspionieren und gezielt zu attackieren. Sophos rät daher zu erhöhter Vorsicht in sozialen Netzwerken und einem sensiblen Umgang mit vertraulichen Daten im Internet.

Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos: 'Millionen von InternetNutzern registrieren sich heute in OnlineCommunities, um alte Schulkameraden zu finden, neue Freundschaften zu schließen oder berufliche Kontakte zu knüpfen. Dafür wirft so mancher Nutzer jegliches Misstrauen über Bord und offenbart Wildfremden vertrauliche Informationen. Dass sich hinter dem viel versprechenden neuen Geschäftspartner auch ein krimineller Hacker oder Spammer verstecken kann, scheinen die wenigsten zu bedenken. Eine kurze Anfrage per Mail genügt und viele Nutzer geben bereitwillig Auskunft.'

Das 'FacebookExperiment'

Unter dem frei erfundenen Namen 'Freddi Staur' registrierte sich Sophos im populären englischsprachigen OnlineNetzwerk Facebook und hinterlegte im Profil lediglich das Foto eines kleinen, grünen Frosches sowie einige wenige persönliche Daten. Um zu erfahren, wie viele Mitglieder auf die Anfrage eines unbekannten Absenders antworten, sendete Sophos daraufhin Anfragen an 200 willkürlich ausgewählte FacebookNutzer. Das Ergebnis: 41 Prozent antworten auf die Kontaktaufnahme und gewährten Freddi den Zugriff auf ihre in Facebook hinterlegten persönlichen Informationen.

In vielen Fällen wurde ihm dabei der Zugriff auf eine oder gar mehrere EMailAdressen, das Geburtsdatum, die Adresse und Telefonnummer sowie häufig auch auf private Fotos von Freunden und Angehörigen erlaubt. Viele der Kontakte nannten darüber hinaus persönliche Vorlieben und Abneigungen, Hobbies wie auch berufliche Details.

Ein kleiner grüner Plastikfrosch namens Freddi hatte keine Probleme, an persönliche Daten von FacebookMitglieder zu gelangen.

Christoph Hardy: 'Es ist erschreckend zu sehen, wie leicht es ist, im Internet an persönliche Daten zu gelangen. Wäre Freddi ein Cyberganove, hätte er jetzt alle Informationen, um die User gezielt zu attackieren und sie um ihr Geld zu bringen sei es über individuell gestaltete Phishing und SpamMails oder MalwareAngriffe. Mithilfe persönlicher Daten, wie den Geburtstag oder den Namen der Freundin, lassen sich beispielsweise ebenso einfach Passwörter herausfinden, falsche Identitäten anlegen oder gar Konten leeren.

Um nicht Opfer gezielter Datenspionage zu werden, sollten Mitglieder sozialer Netzwerke bei Kontaktanfragen von Unbekannten daher besonders wachsam sein und sich erst erkundigen, mit wem sie es zu tun haben. Auch Unternehmen kann der nachlässige Umgang ihrer Mitarbeiter mit Firmenadressen schnell zum Verhängnis werden sie sollten daher Richtlinien zur beruflichen Nutzung von OnlineNetzwerken definieren und geeignete Sicherheitslösungen zum Schutz vor Spam und Hacker Angriffen installieren.'

Die Ergebnisse des Tests im Überblick

  • 87 der 200 von 'Freddie Staur' kontaktierten FacebookNutzer antworteten auf die Anfrage.
  • Insgesamt gaben 41 Prozent der kontaktierten Mitglieder den Zugriff auf persönliche Informationen frei.
  • Prozent derer, die auf die Anfrage geantwortet hatten, gaben mindestens eine EMailAdresse preis.
  • 84 Prozent gaben ihre vollständigen Geburtsdaten an.
  • 87 Prozent stellten detaillierte Informationen zu ihrer Ausbildung und ihrem Arbeitsplatz bereit.
  • 78 Prozent gaben Auskunft über ihre aktuelle Adresse oder den derzeitigen Wohnort.
  • 23 Prozent gaben ihre Telefonnummer an.
  • 26 Prozent teilten ihren Instant Messaging Anzeigenamen mit.

Details zum 'FacebookExperiment' von Sophos finden Sie hier.

Sophos hat die wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang mit in Social Networks zusammengefasst. Diese sind hier abrufbar.