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21 Dez 2006

Haftstrafe für deutsche Cyberkriminelle für Trojaner, der über 12 Mio. Euro Schaden anrichtete

Porno-Dialler infizierte über 100.000 Computer

Hinter Gittern
Die zu Gefängnisstrafen verurteilten Cyberkriminelle infizierten Computer mit einem Trojaner, der PremiumratenNummern anwählte.

Experten der SophosLabs™, Sophos' globalem Netzwerk aus Viren, Spyware und Spamanalysecentern haben die Verurteilung von zwei Männern begrüßt, die mehr als 100.000 Computer mit einem Trojaner infiziert haben, der Schäden über 12 Millionen Euro verursachte.

Die beiden Angeklagten wurden in Osnabrück jeweils zu einer 4jährigen und 39monatigen Gefängnisstrafe verurteilt, da sie einen Trojaner entwickelten, der die Computer nichts ahnender Benutzer infizierte und eine pornographische Website über 0190PremiumratenNummern anwählte. Die beiden Männer (31 und 35 Jahre) erbeuteten über die PremiumratenNummer, die von infizierten Computern angewählt wurde, von Juli 2002 bis September 2003 insgesamt über 12 Millionen Euro.

"Die Hacker infizierten über 100.000 Computer und wiesen diese an, eine PremiumratenNummer zu wählen, um nichts ahnenden Benutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die deutschen Behörden haben diesem Verbrechen glücklicherweise ein Ende bereitet und die Schuldigen zu Haftstrafen verurteilt", so Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Benutzer müssen ihre Computer schützen, so dass sie Cyberkriminellen nicht zum Opfer fallen. Jeder Computer sollte durch aktuelle AntivirenSoftware, Firewalls und die neuesten SicherheitsPatches geschützt werden."

Angesichts des beträchtlichen Schadens forderte die Anklage, die beiden Angeklagten zusätzlich zu den Haftstrafen noch zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 7,75 Millionen Euro zu verurteilen. Das Gericht lehnte dies jedoch ab.

Im Sommer wurden bereits zwei andere Männer in Verbindung mit diesem Fall zu Haftstrafen in Höhe von 18 und 22 Monaten verurteilt.

"Andere Hacker sollten sich gut überlegen, ob sich Cyberkriminalität angesichts der hohen Strafen überhaupt lohnt", so Cluley weiter.

Sophos empfiehlt Benutzern, einen Virenschutz zu verwenden, der automatisch aktualisiert wird sowie SicherheitsPatches und Firewalls.

Über Sophos

Mehr als 100 Millionen Anwender in 150 Ländern verlassen sich auf Sophos‘ Complete-Security-Lösungen als den besten Schutz vor komplexen IT-Bedrohungen und Datenverlust. Sophos bietet dafür preisgekrönte Verschlüsselungs-, Endpoint-Security-, Web-, Email-, Mobile- und Network Security-Lösungen an, die einfach zu verwalten, zu installieren und einzusetzen sind. Das Angebot wird von einem weltweiten Netzwerk eigener Analysezentren, den SophosLabs, unterstützt.

Sophos hat seinen Hauptsitz in Boston, USA, und Oxford, Großbritannien. In Deutschland hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in Wiesbaden und ist in Österreich und der Schweiz je an einem Standort vertreten. Weitere Informationen unter www.sophos.de.