15 Monate Haft für den Verkauf von E-Mail-Adressen an Spammer

August 19, 2005 Sophos Press Release


Ein Mann, der eine Liste mit 92 Millionen AOLEMailAdressen stahl, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Der ehemalige AOLMitarbeiter Jason S. wurde für den Diebstahl einer Datenbank mit 92 Millionen EMailAdressen von Kunden des ISPs und deren Verkauf an Spammer zu 15 Montaten Haft verurteilt.

Jason S., der im Juni 2004 von AOL entlassen wurde, benutzte den Zugriffscode eines anderen Mitarbeiters, um die Liste der AOLKunden vom Stammsitz des Unternehmens in Dulles, Virginia, zu stehlen. Er verkaufte die Liste dann für $28.000 (€22.762). Aufgrund der Handlungen des 25Jährigen sollen schätzungsweise sieben Milliarden SpamMails die Posteingänge unschuldiger AOLNutzer überschwemmt haben. Es wird vermutet, dass die Daten der AOLEMailKonten noch immer im SpammerUntergrund zirkulieren.

"Wir begrüßen es, dass die Behörden in diesem Fall Schritte unternommen haben und eine klare Botschaft an die senden, die möglicherweise versucht sind, Spammern zu helfen. Personen, die Spammern bei ihren kriminiellen Aktivitäten helfen, schaden all denen, die das Internet für legitime Zwecke nutzen", sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Wer mit Spammern zusammenarbeitet, darf sich nicht wundern, wenn Behörden zur Bekämpfung von Computerkriminalität seine Aktivitäten überwachen und ggf. verfolgen."

Ein Anwalt von Jason S. sagte, dass der Diebstahl der Liste mit EMailAdressen eine "dumme, verrückte Tat" war.

Sophos empfiehlt, dass Unternehmen eine kombinierte Lösung einsetzen, die Unternehmen vor Bedrohungen durch Spam und Viren schützen kann.