Mytob-Würmer belästigen Computernutzer noch immer

Juni 15, 2005 Sophos Press Release

Experten in den SophosLabs™, Sophos' globalem Netzwerk aus Viren- und Spam-Analysecentern, melden, dass die Mytob-Wurmfamilie noch immer wächst. Virenschreiber erzeugen immer neue Varianten und verwenden dabei vielfältige Taktiken, um Computer weltweit zu infizieren.

In den letzten 24 Stunden zeichnete die Mytob-Familie für 58% aller Virenreports an Sophos verantwortlich. Unter den 20 häufigsten Viren befinden sich 14 Mytob-Varianten.

Die am weitesten verbreitete Variante, Mytob-AS, wurde erstmals am Freitag, dem 10. Juni, gesehen und sorgte seitdem für 15% aller Virenmeldungen. Mytob-AS verbreitet sich nicht nur per E-Mail, sondern durchsucht auch das Internet nach Computern, die nicht durch Sicherheits-Patches vor Microsoft Sicherheitslücken geschützt sind, wie z. B. vor der LSASS (MS04-011)-Schwachstelle.

"Patches für Betriebssystemschwachstellen sind wichtiger denn je", sagt Carole Theriault, Security Consultant bei Sophos. "Bei immer mehr Bedrohungen, die sensible und vertrauliche Daten stehlen sollen, müssen Computernutzer dafür sorgen, dass ihre Computer ausreichend vor diesen Plagen geschützt sind."

Die Mytob-Würmer schalten Sicherheitsprogramme auf infizierten Windows-Computern ab und blockieren den Zugriff auf beliebte Sicherheits-Websites. Sie versuchen außerdem, eine Backdoor auf dem Computer zu öffnen, über die remote Hacker unbefugten Zugriff auf den Computer erhalten.

"Nichts deutet darauf hin, dass ein Ende der Mytob-Wurm-Serie in Sicht ist", so Theriault weiter.