Wurm verbreitet falsche Verschwörungstheorien über den Tod von Papst Johannes Paul II

Juni 28, 2005 Sophos Press Release

Experten in den SophosLabs™, Sophos' globalem Netzwerk aus Viren- und Spam-Analysecentern, warnen Anwender vor einem neuen E-Mail-Virus, der sich als Nachricht über die angebliche Verhaftung des Autors des MyDoom-Wurms, die Gefangennahme von Osama bin Laden oder Verschwörungstheorien über den Tod von Papst Johannes Paul II tarnen.

Der W32/Kedebe-F Wurm verbreitet sich per E-Mail, indem er verschiedene Betreffzeilen und Texte verwendet. Anwender, die auf die vielfältigen Tricks hereinfallen und die angehängte Datei starten, laufen Gefahr, ihre Sicherheits-Software zu deaktivieren und andere Anwender zu infizieren.

Der Wurm kann verschiedene E-Mails senden, darunter folgende:

    someone sent me this document which is stolen from a secret government body and deals about John Paul's death. It says he was killed by two 'doctors' who were hired by some government bodies. The text attached contains all the story behind his death and who these doctors are.

In anderen Fällen behauptet der E-Mail-Text, dass Michael Jackson gestorben sei, Osama bin Laden von US-Soldaten gefangen genommen wurde oder der Autor des MyDoom-Wurms von Microsoft verhaftet wurde.

Mit einem Klick auf die angehängte Datei wird der Wurm gestartet. Er deaktiviert die auf dem Computer installierte Sicherheits-Software und verbreitet den Virus auf andere Internet-Nutzer per E-Mail und über Peer-to-Peer-Dateiaustauschnetzwerke.

"Hacker versuchen immer wieder, Computernutzer mit heißen News-Storys dazu zu bringen, schädlichen Code zu starten", sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Dafür auch den Namen des letzten Papstes auszunutzen, ist ein trauriger Trick, um unvorsichtige Nutzer hereinzulegen. Jeder sollte stets Vorsicht walten lassen, aktuelle Antiviren-Software im Einsatz haben und sicher stellen, dass er keine unangeforderten E-Mail-Attachments startet."

Im April hat Sophos berichtet, dass Spammer das Interesse an dem letzten Papst für einen Trick nutzten, mit dem man angeblich ganz schnell ganz reich wird.

"Internet-Kriminelle haben keinen Respekt oder Taktgefühl. Sie sind nur daran interessiert, Geld zu machen und andere Computernutzer zu ruinieren", so Cluley weiter. "Es würde nicht überraschen, wenn in Zukunft auch die Namen anderer Prominenter von Virenschreibern und Spammern ausgenutzt werden würden."

Der W32/Kedebe-F Wurm hat sich allerdings nicht weit verbreitet. Sophos empfiehlt jedoch Anwendern, die Hinweise zum sicheren Umgang mit dem Computer zu beherzigen und eine aktuelle Antiviren-Software einzusetzen.