Das "Dreckige Dutzend": Sophos mit aktuellem Spam-Ranking der Länder

April 07, 2005 Sophos Press Release

Über ein Drittel aller Spam-Mails kommen weiterhin aus den USA

Sophos, einer der führenden Anbieter von Anti-Spam-und Anti-Viren-Lösungen für den professionellen Einsatz, hat eine Liste mit den Ländern veröffentlicht, aus denen die meisten Spam-Mails stammen. Die Forscher der SophosLabs analysierten dafür alle E-Mails, die in ihren weltweit eingerichteten fiktiven E-Mail-Konten (Honey-Pots) zwischen Januar und März 2005 eingegangen sind, und identifizierten die zwölf aktivsten Länder beim Spam-Versand. Wieder einmal führen dabei die USA das "Dreckige Dutzend" mit knapp 36 Prozent Anteil am weltweiten Spam-Aufkommen an.

Die Liste der größten Spam-Versender lautet wie folgt:

  1. USA 35,70%
  2. Südkorea 24,98%
  3. China (inkl. Hong Kong) 9,71%
  4. Frankreich 3,19%
  5. Spanien 2,74%
  6. Kanada 2,68%
  7. Japan 2,10%
  8. Brasilien 1,95%
  9. Großbritannien 1,57%
  10. Deutschland 1,23%
  11. Australien 1,22%
  12. Polen 1,20%
Andere 11,73%

Jörg Lott, Senior Technical Consultant bei Sophos: "Obwohl aus den USA noch immer gut ein Drittel jeglichen Spams stammt, ist die Anzahl der Spam-Mails aus den USA merklich gesunken; im Vergleich zu den übrigen Ländern seit Januar um zwölf Prozentpunkte. Wahrscheinlich leitet sich dieser Trend daraus ab, dass viele ISPs mittlerweile verhindern, dass Spammer ihre Infrastruktur wissentlich nutzen. Ob der CAN-SPAM Erlass der USA dabei ebenfalls eine positive Wirkung gezeigt hat, kann nur spekuliert werden. Im Moment sehen wir noch keinen direkten Beleg dafür."

"Im vergangenen Monat wurden schätzungsweise rund die Hälfte aller Spam-Mails von Zombie-Computern versendet, also von PCs, die von Hackern oder Virenschreibern ferngesteuert werden", so Jörg Lott weiter. "So muss man unter anderem berücksichtigen, dass die meisten Spam-Mails aus Korea von solchen unschuldigen Rechnern stammen, die von Hackern aus anderen Ländern, wie China, Russland oder den USA, 'übernommen' wurden. Um sich dagegen zu schützen, dass der eigene PC zum 'ferngesteuerten Zombie' wird, sollten Unternehmen und Home-User stets Firewall-Einstellungen und Anti-Virus Software aktuell halten sowie die neusten Microsoft Patches herunterladen."

In dem aktuellen Bericht "The global economic impact of spam 2005" geht das Analystenhaus Ferris Research davon aus, dass Spam im Jahre 2005 weltweit geschätzte Kosten von 50 Milliarden US-Dollar verursachen wird.

Im selben Bericht wird hochgerechnet, dass in Deutschland jährlich insgesamt Kosten in Höhe von rund 4,5 Milliarden US-Dollar durch Spam entstehen, pro Mailbox entspricht dies Kosten in Höhe von rund 240 US-Dollar. Zum Vergleich: Für Großbritannien schätzt Ferris Research die Gesamtkosten auf 2,48 Milliarden US-Dollar, während es in Japan rund 5,2 Milliarden US-Dollar sind.

Um hohe Kosten für die Spam-Bewältigung zu vermeiden und Spam den Riegel vorzuschieben, sollten Unternehmen auf eine umfassende Sicherheits-Lösung am Gateway setzen, die sowohl vor Spam wie vor Viren schützt.

Ausführliche Informationen zum sicheren Computer-Umgang und Anti-Spam-Richtlinien finden Sie hier.