Die Top Ten der Viren und Hoaxes im März 2005

April 01, 2005 Sophos Press Release

Der Computersicherheits-Spezialist Sophos hat eine monatliche Top-Ten-Liste der Viren und Hoaxes zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus im März am meisten Probleme bereitet haben.

Der Bericht geht aus Beobachtungen der weltweiten Analysecenter von Sophos hervor. Zafi-D, der zum ersten Mal Ende 2004 in Erscheinung trat, ist zum vierten Mal in Folge der meist verbreitete Virus und war im März für 45,1 Prozent aller Sicherheitsvorfälle verantwortlich. Die Rangliste wird insgesamt von lange bekannten Viren angeführt. Lediglich der Wurm Sober-K - auf Platz Vier der Top Ten - wurde zum ersten Mal Anfang 2005 registriert und gehört damit zu den neueren Schädlingen.

In die Top Ten schafften es im März 2005 folgende Viren und Würmer:

Unzureichend geschützte Rechner bieten Schadprogrammen immer wieder neue Verbreitungsmöglichkeiten

Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos: "Die Viren-Hitliste im März wird von alt bekannten Schädlingen wie Zafi-D und verschiedenen Varianten des Netsky-Wurms angeführt - tatsächlich gibt es nur einen jüngeren Vertreter, der erstmals 2005 beobachtet wurde. Der einzige Grund dafür, dass bekannte Viren noch immer Schaden anrichten können, sind unzureichend geschützte Computer. Einige der seit Längerem aktiven Schädlinge sind so stark verbreitet, dass sie neuere Viren sozusagen von den Top Ten Plätzen verdrängen. Computeranwender sollten jedoch keinen falschen Eindruck von der aktuellen Bedrohungslage bekommen: Allein im März wurden mehr als tausend neue Schädlinge entdeckt, täglich kommen neue Viren hinzu. Die Aufklärung der Computeranwender, aktueller Virenschutz und besondere Vorsicht beim Öffnen unbekannter Attachments ist der sicherste Weg, Viren unschädlich zu machen."

Sophos analysierte im März insgesamt 1.225 neue Viren und die Anti- Viren-Lösungen des Unternehmens schützen Anwender derzeit vor insgesamt 102.123 Viren. Die Untersuchung des Sicherheitsspezialisten zeigt, dass 2,62 % aller im März im Umlauf befindlichen E-Mails infiziert waren. Dies entspricht einer von 38 E-Mails, was eine Verringerung gegenüber dem Vormonat bedeutet - hier war es noch eine von 28 E-Mails.

Um die Gefährdung durch Viren zu minimieren, rät Sophos Unternehmen dringend, Richtlinien in ihren E-Mail-Gateways einzurichten, die ungewollte, ausführbare Dateien daran hindern, von außen in das interne IT-System zu gelangen. Unternehmen sollten außerdem ihre Anti-Viren-Software regelmäßig aktualisieren, Firewalls einrichten sowie die neuesten Security-Patches installieren.

Auf den Plätzen 1 bis 10 der am meisten verbreiteten Hoaxes finden sich folgende Falschmeldungen:

Christoph Hardy kommentiert: "Der Hotmail-Hoax bleibt weiterhin die weitest verbreitete der E-Mail-Falschmeldungen und ist für mehr als die Hälfte aller Hoax-Meldungen im März verantwortlich. Dagegen sind Kettenbriefe, die sich auf die Flutkatastrophe in Südostasien beziehen, drastisch zurückgegangen. Anwender, die Massen-E-Mails an ihre Kollegen, Freunde und Angehörigen weiterleiten, verstopfen unnötiger Weise die E-Mail-Server und -Posteingänge. Mitarbeiter können davon abgehalten werden, indem Unternehmen E-Mail-Richtlinien einführen, die sicherstellen, dass die Anwender die unerbetenen Nachrichten löschen anstatt sie weiterzuleiten."

Sophos stellt Unternehmen einen kostenlosen und regelmäßig aktualisierten Informationsdienst zur Verfügung, den diese auf ihren Intranet- und Internetseiten verwenden können. Computeranwender haben hier die Möglichkeit, stets die neuesten Informationen über Viren und Hoaxes abzurufen.

Die Auflistung der monatlichen Viren Top Ten steht hier zur Verfügung.

Ausführliche Informationen zum sicheren Computer-Umgang und Anti-Hoax-Richtlinien finden Sie hier.