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28 Feb 2005

Geldstrafe für Student, der Frau mit Webcam-Trojaner bespitzelt hat

Auge
Die spanischen Behörden haben einen Studenten zu einer Geldstrafe verurteilt, weil dieser eine junge Frau mit deren Webcam bespitzelt hat.

Ein Informatikstudent aus Spanien wurde von einem spanischen Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er eine junge Frau mit ihrer Webcam bespitzelt hat. Das Gericht in Malaga hat in Erfahrung gebracht, wie der Täter mit Hilfe des Subseven Trojaners die junge Frau, ohne dass sie davon wusste, überwacht und OnlineKonversationen mit Freunden belauscht hat.

Der Student, der lediglich mit seinen Initialen "G.J.A.L" genannt wird, soll sein Opfer im Januar 2002 zufällig über das Internet ausgewählt und den SubsevenTrojaner auf dem Computer aktiviert haben. Sobald er aktiviert war, konnte der Trojaner unerkannt die EMailKommunikation und OnlineChats überwachen sowie Aufnahmen mittels der Webcam des Opfers anfertigen.

Der Student wurde aufgefordert, dem Opfer 3.000 Euro Schadenersatz sowie 12 Monate lang einen Tagessatz von 3 Euro zu zahlen. Das Gericht beschuldigt den Studenten, in die Privatsphäre seines Opfers eingedrungen zu sein und unerlaubterweise Filmaufnahmen des Opfers gemacht zu haben, während sie sich zu Hause vor ihrem Computer befand.

"Es ist erstaunlich einfach, andere Computeranwender zu bespitzeln, ihre EMails zu lesen, zu beobachten, welche Websites sie besuchen, und sogar Aufnahmen von ihnen vor ihren Computern zu machen, wenn sie keine entsprechenden Schutzmaßnahmen getroffen haben", sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Wir beobachten einen dramatischen Anstieg bei Trojanischen Pferden, mit denen Hacker auf diese Weise spionieren können. Alle Computeranwender sollten dafür sorgen, dass ihre Computer mit aktueller AntivirenSoftware, einer Personal Firewall und den neuesten SicherheitsPatches geschützt sind."

Im letzten Monat hat die spanische Polizei einen 37jährigen Mann festgenommen, der angeblich Computeranwender weltweit bespitzelt hat.

Sophos empfiehlt Unternehmen weiterhin, ihre Computer automatisch mit der aktuellen AntivirenSoftware up to date zu halten.

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