Top-Ten der Viren und Hoaxes im Januar 2005

Februar 01, 2005 Sophos Press Release

Der Computersicherheits-Spezialist Sophos hat eine monatliche Top-Ten-Liste der Viren zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus am meisten Probleme bereitet haben.

Die Rangliste, die auf Ergebnissen der weltweiten Beobachtungsstationen von Sophos basiert, zeigt, dass Zafi-D zum zweiten Mal in Folge die Spitze der Top-Ten erobert hat.

Im Januar 2005 tummeln sich folgende Schadprogramme auf den Plätzen eins bis zehn:

"Zafi-D ist für mehr als die Hälfte aller Berichte im Januar verantwortlich. Es ist sehr merkwürdig, dass ein Wurm, der sich unter dem Deckmantel von Weihnachtsgrüßen verbreitet, nach dem Jahreswechsel noch so viele Probleme verursacht", sagt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. "Empfänger öffnen diese E-Mails wahrscheinlich in der Hoffnung, verspätete Weihnachtsgrüße von einem Freund oder Kollegen zu erhalten. Wenn sich Unternehmen von dieser Plage und ähnlichen befreien möchten, sollten sie ihre Gateways mit einem sich automatisch aktualisierenden Virenschutz schützen."

"Der zweithäufigste Virus - Netsky-P - verursacht immer noch erhebliche Probleme. Entsprechende Sicherheitsupdates sind bereits seit März 2004 verfügbar, aber leider scheint es immer noch Rechner mit ungenügenden Sicherheitsupdates zu geben. Sind diese mit dem Internet verbunden, können sie den Wurm an andere Windows-Rechner weitergeben und sie infizieren", fährt Christoph Hardy fort.

Sophos erkannte in diesem Monat 1.329 neue Viren. Damit klettert die Gesamtzahl der Viren, die Sophos bis jetzt aufgespürt und gegen die das Unternehmen Schutzsoftware entwickelt hat, auf 99.829. Die Auswertungen zeigen, dass über 4,3 Prozent oder eine von 23 E-Mails, die im Januar zirkulierten, mit Viren verseucht war. Diese Zahl ist etwas geringer als letzten Monat: Im Dezember trug eine von 18 E-Mails schadhaften Code in sich.

Die Hoax Top Ten für Januar 2005 ergibt folgendes Bild:

"Diesen Monat gibt es zwei Neueinstiege in die Hoax Charts, die im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe in Südostasien stehen", erklärt Christoph Hardy. "Der Kettenbrief über einen nicht identifizierten Jungen als Katastrophenopfer belastete die E-Mail-Systeme, da viele wohl gesonnene Internetuser das Bild des Jungen weiterleiteten. Der ‘Brief eines Tsunami-Opfers’ entpuppte sich als böswilliger Betrug, der den bekannten Nigerianischen Scam-E-Mails ähnelt. Diese Mails zielen nur darauf ab, E-Mail-Nutzern Geld aus der Tasche zu ziehen. Der beste Rat ist und bleibt, solche E-Mails einfach zu löschen."

Sophos stellt für die Verwendung auf Intranet- und Internetseiten einen kostenlosen Info-Dienst zur Verfügung. So können Nutzer immer die aktuellsten Informationen über Viren und Hoaxes abrufen.

Grafiken der oben genannten Top-Ten-Viren finden Sie hier.

Weitere Informationen über sichere Computeranwendung und Tipps zum richtigen Umgang mit Hoaxes.