Top-Ten der Viren und Hoaxes im September 2004

September 30, 2004 Sophos Press Release

Zafi-B bereits seit vier Monaten an der Spitze

Der Computersicherheits-Spezialist Sophos hat eine Top-Ten-Liste der Viren zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus am meisten Probleme bereitet haben.

Die monatliche Rangliste, die auf Ergebnissen des globalen Netzwerks an Beobachtungsstationen von Sophos basiert, wird zum vierten Mal in Folge vom Zafi-B Wurm angeführt. Genauso hartnäckig ist Netsky-P, der schon seit Monaten den zweiten Platz belegt.

Im September 2004 teilen sich folgende Schadprogramme die Plätze eins bis zehn. In Klammern ist jeweils der Monat angegeben, in dem sie das erste Mal in Umlauf kamen:

"Zafi-B beweist viel Ausdauer, denn nach seinem ersten Auftauchen im Juni ist der Wurm umgehend an die Spitze geschossen und hat sich seitdem nicht wieder von der Stelle gerührt", sagt Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos. "Obwohl die Zahl der Zafi-B-Reports abnimmt, ist weiterhin mit ihm zu rechnen. Im Gegensatz dazu steigt die Verbreitung von Netsky-P, obwohl gegen beide seit Wochen Schutzsoftware existiert. Auch wenn derzeit kein ‘Superwurm’ Schlagzeilen macht, sollten Anwender trotzdem auf der Hut sein und ihren Virenschutz regelmäßig aktualisieren."

Sophos erkannte in diesem Monat 1.150 neue Viren. Damit klettert die Gesamtzahl der Viren, die Sophos bis jetzt aufgespürt und gegen die das Unternehmen Schutzsoftware entwickelt hat, auf 95.025. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass über 6,6 Prozent beziehungsweise jede 15. Mail des gesamten E-Mail-Verkehrs im September mit Viren verseucht waren.

"Es ist ziemlich frustrierend zu sehen, dass seit Monaten immer wieder die gleichen Viren-Veteranen die Computeranwender plagen. Nur ein sorgfältig errichteter Schutzwall im Rechner kann die elektronischen Biester vor weiteren Siegeszügen durch die virtuelle Welt stoppen", rät Gernot Hacker.

Die Hoax Top Ten für September 2004 ergibt folgendes Bild:

"Bei dem Neueinsteiger ‘Lottery Winner’ haben wir es mit einer betrügerischen Massen-E-Mail, genannt Scam, zu tun", erklärt Gernot Hacker. "Die massenhaft verbreiteten Scam-Mails behaupten, dass der jeweilige Empfänger einen beträchtlichen Geldbetrag gewonnen hat. Um an diesen heranzukommen, muss sich der Gewinner mit der Lotterie- Firma in Verbindung setzen. Im nächsten Schritt wird er gebeten, eine Bearbeitungsgebühr zu überweisen und seine Bank-Details für den Geldtransfer anzugeben. Wer darauf reinfällt, sollte sofort das angegebene Konto sperren lassen. Es gilt die alte Weisheit: Wenn etwas zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist erst recht Vorsicht geboten."

Sophos stellt für die Verwendung auf Intranet- und Internetseiten einen kostenlosen Info-Dienst zur Verfügung. So können Nutzer immer die aktuellsten Informationen über Viren und Hoaxes abrufen.

Eine Grafik zur Viren Top-Ten finden Sie hier.

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