Top Ten der Viren und Hoaxes im Juli 2004

August 05, 2004 Sophos Press Release

Höchste Virenrate seit Dezember 2001 registriert

Sophos, größter spezialisierter Entwickler von Antiviren- und Antispam-Software, hat eine Top-Ten-Liste der Viren und Hoaxes zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus im Juli am meisten Probleme bereitet haben.

Die Statistik zeigt, dass der ungarische Zafi Wurm weiterhin die Virencharts anführt. Er macht mehr als die Hälfte aller Viren aus, die im globalen Überwachungsnetzwerk von Sophos eingegangen sind. Insgesamt ist mit 1.157 Virenneulingen auch eine größere Zahl an neuen Viren innerhalb eines Monats identifiziert worden - die höchste monatliche Rate seit Dezember 2001.

Neben dem dominanten Zafi Wurm belegten im Juli 2004 folgende Schadprogramme die ersten zehn Plätze:

"Der Zafi Wurm, der in verschiedenen Sprachen auftreten kann, wird nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden. Ein deutliches Indiz dafür sind die vielen umlaufenden Versionen von Zafi-B, die derzeit versuchen, durch die Schutzschilde der Computernetzwerke zu gelangen", erklärt Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos. "Der Handlungsbedarf liegt ganz klar bei den PC-Anwendern, denn nur sie können durch das regelmäßige Aktualisieren ihrer Virenschutz-Software dafür sorgen, dass Würmer wie Zafi nicht zur lästigen Dauerplage werden."

"MyDoom-O, der am 26. Juli das erste Mal auftauchte, hat es mit seiner neuartigen Technik auch gleich zu zweifelhaftem Ruhm gebracht. Die Domains der E-Mail-Adressen, die er auf befallenen Rechnern eingesammelt hatte, konnte er nutzen, um in Suchmaschinen weitere E-Mail-Adressen zur Verbreitung aufzustöbern. Mit Erfolg, denn der Störenfried landete schnell in den Sophos-Virencharts und versagte Millionen von Anwendern die Internetsuche über Google", fasst Gernot Hacker zusammen.

Sophos hat im Juli die rekordverdächtige Anzahl von 1.157 neuen Viren entdeckt und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt. Derzeit bietet Sophos Anti-Virus Schutz vor insgesamt 92.645 Viren. Sophos-Zahlen zufolge waren mehr als neun Prozent aller im Juli verschickten E-Mails mit einem Virus infiziert.

"Seit Dezember 2001 hatten wir nicht so viele neue Virenvorfälle wie in diesem Monat. Wir haben mehr als doppelt so viel Virenschutz zur Verfügung gestellt als noch im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Juli 2003 gab es sage und schreibe 532 Viren mehr", gibt Gernot Hacker zu bedenken.

Im Juli 2004 ergab sich außerdem folgende Rangliste der am häufigsten aufgetretenen Hoaxes:

"Der Hotmail Hoax ist auf die Spitzenposition zurückgekehrt", sagt Gernot Hacker. "Da Monat für Monat die gleichen Hoaxes dominieren, sollten Administratoren eine Unternehmensrichtlinie einführen, die Mitarbeitern das Weiterleiten von E-Mail-Scherzen ausdrücklich untersagt."

Sophos stellt für die Verwendung auf Intranet- und Internetseiten einen kostenlosen Info-Dienst zur Verfügung. So können Nutzer immer die aktuellsten Informationen über Viren und Hoaxes abrufen.

Eine Grafik zur Viren Top Ten finden Sie hier.

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