MyDoom-O Wurm attackiert Google und andere Internet-Suchmaschinen

Juli 27, 2004 Sophos Press Release


Google ist eine der Internet-Suchmaschinen, die vom MyDoom-O Wurm benutzt wurden

Google von Internet-Wurm angegriffen

Virenexperten bei Sophos melden, dass Millionen Computeranwender weltweit nicht auf die beliebte Internet-Suchmaschine , Google, zugreifen konnten. Der Grund dafür war der W32/MyDoom-O Wurm, der gestern zum Ausbruch kam.

Der MyDoom-O Wurm hat sich per E-Mail weit verbreitet, da er ahnungslose Nutzer dazu gebracht hat, sein schädliches Attachment zu starten.

Wenn er ausgeführt wird, versucht der Wurm nicht nur, E-Mail-Adressen auf der Festplatte des infizierten Computers aufzuspüren. Der Wurm kann auch über die Internet-Suchmaschinen Google, Altavista, Lycos und Yahoo nach neuen E-Mail-Adressen suchen.

"Das hat es nie zuvor gegeben - kein Virus hat jemals Internet-Suchmaschinen benutzt, um E-Mail-Adressen aufzuspüren, an die er sich dann senden kann", sagt Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos. "Die Auswirkungen auf Google waren beträchtlich - mehrere Stunden lang sahen Anwender nur Fehlermeldungen, als sie versuchten, eine Suche zu starten. Ob beabsichtigt oder nicht, der Virus hat vielen Anwendern den Zugang zu einer der beliebtesten Internet-Funktionen verwehrt."

Ein Sprecher von Google hat die Störung in einer Presse-Erklärung bestätigt: "Die Google-Suchmaschine war aufgrund des MyDoom-Virus für eine kurze Zeit verlangsamt, da der Wurm beliebte Suchmaschinen mit automatischen Suchanfragen überflutet hat."

Sophos weist darauf hin, dass Google nicht die einzige Suchmaschine war, die vom MyDoom-O Wurm benutzt werden kann. Allerdings war sie diejenige, auf die am häufigsten zugegriffen wurde. Innerhalb von MyDoom-O ist eine Funktion kodiert, mit der auf die Suchmaschinen Altavista, Lycos oder Yahoo zugegriffen werden kann, um wie bei Google auch nach E-Mail-Adressen zu suchen. Die Entscheidung, welche Suchmaschine allerdings benutzt wird, wird über Wahrscheinlichkeiten getroffen:

  • www.google.com (45%)
  • search.lycos.com (22.5%)
  • search.yahoo.com (20%)
  • www.altavista.com (12.5%)

"Es bleibt schleierhaft, aus welchem Grund der Virenautor die Internet-Suchmaschinen so eingestuft hat und warum er entschieden hat, welche der Wurm am häufigsten verwenden soll", fährt Hacker fort. "Da der Virenautor Internet-Suchmaschinen auf diese Weise ausnutzt, war dies ein wirksamer Versuch einer Denial-of-Service-Attacke gegen diese Websites."