Agobot-Urheber in Deutschland verhaftet

Mai 13, 2004 Sophos Press Release

Medienberichten zufolge wurde wegen der Verbreitung von Schadsoftware ein 21-jähriger Deutscher am vergangenen Freitag (7. Mai 2004) in Waldshut festgenommen. Der Verdächtige, der nach dem Gesetz gegen Computersabotage angeklagt wurde, gab bereits zu, den Trojaner Agobot geschrieben zu haben.

Die gesamte Computerausstattung des Verdächtigen wurde beschlagnahmt und wird von den Behörden nun genau untersucht. Im Zusammenhang mit der Verbreitung von Trojanern aus der Agobot-Familie wurden außerdem noch fünf weitere Deutsche angeklagt.

'Die variantenreiche Agobot-Familie ermöglicht den unerlaubten Fernzugriff auf die infizierten Computer', erklärt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. 'Die erste Version dieses Trojaners ist schon fast 20 Monate alt und wir hoffen, dass mit den Verhaftungen diese Serie an Trojanern beendet wurde.'

'Es ist zu diesem Zeitpunkt jedoch schwer zu sagen, ob der Hauptverdächtige tatsächlich der Urheber aller Agobot-Varianten ist. Der Code war angeblich im Internet erhältlich und in diesem Fall kann ihn jeder heruntergeladen und verändert haben. Die Verbreitung einer neuen Version wäre damit ein Kinderspiel', fährt Christoph Hardy fort.

Die deutschen Behörden erklärten gegenüber Journalisten, dass es keine Verbindung zwischen dieser Verhaftung und der Festnahme im Fall des Wurms Sasser gibt. Der 18-jährige Sven J. aus Rotenburg in Norddeutschland wurde letzte Woche als mutmaßlicher Urheber des Sasser-Wurms festgenommen.