Ernste Sicherheitslücke in Microsoft Windows entdeckt

Februar 11, 2004 Sophos Press Release

Sophos empfiehlt Computeranwendern angesichts der jüngst entdeckten Schwachstelle in Versionen von Microsoft Windows ruhig zu bleiben und sorgfältig sicherzustellen, dass alle Computer mit einem entsprechenden Sicherheits-Patch versehen sind.

Die Sicherheitslücke wird von Microsoft als "kritisch" bezeichnet und betrifft alle Computer, die mit Windows NT, Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 laufen. Kritisch an der Schwachstelle ist, dass sie Hackern direkten Zugang von außen auf den Computer oder das Netzwerk ermöglicht. Außerdem könnte sie von einem Internet-Wurm wie Blaster ausgenutzt werden, der sich im letzten Jahr rasant schnell im Internet verbreitet hatte.

Berichten zufolge ist die Sicherheitslücke dem Software-Riesen Microsoft bereits seit sechs Monaten bekannt, wurde jedoch erst nach Erstellung eines Patches der Öffentlichkeit kommuniziert.

"Trotz der Endzeitstimmung, die manche Presseberichte über die Lücke im Windows- System vermitteln, sollten Anwender einen kühlen Kopf bewahren. Denn bis jetzt wurde noch kein Hacker oder Wurm entdeckt, der die Schwachstelle ausnutzt. Trotzdem sollten PC-Nutzer unbedingt ihre Sicherheits-Updates auf Aktualität prüfen", rät Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos. "Jeder sollte sichergehen, dass sein Rechner so schnell wie möglich mit dem Patch geschützt ist. Wenn man bedenkt, dass Microsoft gerade dabei ist, sich in Sachen IT-Sicherheit einen guten Ruf aufzubauen, hätte die Ankündigung wohl zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können."

Computeranwender und Systemadministratoren finden auf der Website von Microsoft weitere Informationen zum Sicherheits-Patch.

"Heimanwendern ist außerdem zu empfehlen, sich einmal das Service-Angebot von Microsoft auf der Website http://windowsupdate.microsoft.com anzusehen. Der eigene Rechner kann dort auf Sicherheitslücken gescannt werden und man erhält Tipps, welche Patches jeweils noch installiert werden müssten", ergänzt Gernot Hacker.