Top Ten der im November 2003 an Sophos gemeldeten Viren und Hoaxes

November 28, 2003 Sophos Press Release

Mimail besetzt fünf Chartplätze, doch Sober-A schlägt am härtesten zu

Sophos, größter spezialisierter Entwickler von Antiviren- und Antispam-Software, hat auch in diesem Monat eine Top Ten der Viren und Hoaxes zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus am häufigsten Probleme gemacht haben.

Der November-Bericht zeigt, dass ein neuer E-Mail-fähiger Wurm die Chartspitze gestürmt hat, während ein altbekannter Hoax zu neuem Leben erwachte.

Im November ergab sich folgende Rangliste der am meisten aufgetretenen Viren:

"Obwohl die Mimail-Familie versuchte, die Rangliste völlig in Beschlag zu nehmen - immerhin machte sie mit ihren fünf Mitgliedern mehr als ein Viertel aller Reports aus -, ist es in diesem Monat der zweisprachige Sober Wurm, der die meisten Anwender heimgesucht hat", stellt Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos, fest. "Sober-A tarnt sich auf hinterlistige Weise mit einer Vielzahl an Betreffzeilen und Nachrichten, so dass der Wurm nur schwer mit dem bloßen Auge erkennbar war. Besonders tückisch ist bei ihm, dass er sich auf Deutsch präsentiert, sobald er meint, auf einen deutschsprachigen Computernutzer zu treffen."

"Der Mimail Wurm hingegen hat mit einer Reihe von ganz unterschiedlichen Tricks zugeschlagen. Kreditkarten-Details von Paypal-Nutzern zu stehlen, war wohl der gemeinste davon", so Gernot Hacker weiter. "Virenautoren und Hacker gehen immer zielstrebiger vor, wenn es darum geht, bei Anwendern vertrauliche Informationen auszuspionieren."

Sophos Anti-Virus erkannte in diesem Monat 724 neue Viren, Würmer und Trojaner. Die Gesamtzahl der Viren, die Sophos bis jetzt aufgespürt und gegen die das Unternehmen Schutzmechanismen entwickelt hat, beträgt 86.081.

Im November 2003 ergab sich außerdem folgende Rangliste der am häufigsten aufgetretenen Hoaxes:

"Eine neue Version des Hotmail Hoax, die dem PC-User zusätzlichen Speicherplatz verspricht, sobald er die E-Mail an Freunde verschickt, verhalf dem E-Mail-Scherz an die Chartspitze", erklärt Gernot Hacker.

"Wieder zurück in die Rangliste kriecht der Kettenbrief 'Do not push 90#', der auf einem einzigartigen Telefonbetrug aus den frühen 90ern beruht und einige Anwender in unnötige Alarmbereitschaft versetzte. Falls Sie einen viralen E-Mail-Scherz, Kettenbrief oder E-Mail- Betrug erhalten, sollten Sie ihn sofort löschen und gar nicht erst in Versuchung kommen, ihn weiterzuschicken", rät Gernot Hacker. "Ein Weiterleiten der E-Mail bedeutet letztlich, nur noch mehr Verwirrung zu stiften, die Empfänger zu verärgern und Bandbreite zu verstopfen."

Eine Grafik zur Viren Top Ten finden Sie hier.

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