Krise in China: Computerviren greifen wild um sich

Oktober 21, 2003 Sophos Press Release

Eine Studie des chinesischen Ministeriums für Öffentliche Sicherheit zeigt, dass sich in diesem Jahr schätzungsweise 85 Prozent der Computer im Land mit einem Virus infizierten.

Die offiziellen Zahlen spiegeln die hohe Popularität des Internets in China mit über 68 Millionen Surfern wieder, da sich immer mehr Viren eigenständig via E-Mail und Internet verbreiten. Die Vireninfektionen nehmen zu, obwohl viele Schädlinge den Nutzer zum Doppelklick auf den Anhang auf Englisch auffordern.

Der Erhebung zufolge wurde ein Drittel der Computer in China vom W32/Sobig-F-Wurm angegriffen, der im August dieses Jahres zuschlug.

"Computerviren machen vor Ländergrenzen keinen Halt", erklärt Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos. "Wo auch immer man sich gerade auf der Welt befindet, sollte man sichergehen, dass der Computer mit dem aktuellsten Anti-Viren-Schutz, Sicherheitspatches und einer stabilen Firewall ausgerüstet ist. Jeder, der irgendwo auf der Welt eine Internetverbindung herstellt, kann sofort zum Angriffsziel werden. Daher sollte sich jeder Anwender sicherheitsbewusst verhalten."

"Eine 85-prozentige, landesweite Infektion - 25 Prozent mehr als noch im Jahr 2001 - ist erschütternd. Diese Zahl zeigt, dass chinesische Computernutzer nicht genug unternehmen, um sich vor drohenden Viren zu schützen. Das Ergebnis der Studie deutet darauf hin, dass dies nicht nur ein Problem für die chinesischen, sondern für jedes Unternehmen ist, das Geschäfte mit China abwickelt", meint Gernot Hacker weiter.

Sophos trägt seinen Teil dazu bei, Anwender in China über Sicherheitsrisiken aufzuklären. In dieser Woche stellt das Unternehmen auf der Infosecurity China in Peking aus, wo es über Richtlinien zum sicheren Umgang mit dem Computer und über den besten Virenschutz für Unternehmen informiert.