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04 Sep 2003

Computerwurm greift Tony Blair an

Sophos hat einen neuen InternetWurm entdeckt: Der Quaters Wurm startet, sobald er aktiviert wird, eine aggressive Attacke gegen den britischen Premierminister Tony Blair und versucht, die Website der Downing Street aus dem Internet zu katapultieren.

Der Quaters Wurm (W32/QuatersA ) verbreitet die Nachricht, dass Blair das Geld der Steuerzahler für die Verfolgung von illegalen Immigranten verschwende, statt es in das Gesundheitssystem oder Bildungswesen zu investieren.

Der Wurm überschreibt Dateien auf der Festplatte des Computeranwenders mit dem Text 'Infected by the WIN32.SORT_IT_OUT_BLAIR Virus!' und kann eine englische Nachricht anzeigen, die übersetzt ins Deutsche lautet:

"Lieber Tony Blair, Warum geben Sie alle unsere Steuern für illegale Einwanderer aus!?! Wie wäre es, wenn Sie aufhören, sich um andere Länder zu sorgen, und sich um uns kümmern??? Stoppen Sie die Ausgaben für Immigranten und investieren Sie in Dinge wie Pensionen für Rentner, die unser Land verteidigt haben und nun viel schlechter behandelt werden als illegale Einwanderer! Wie wäre es, wenn Sie etwas Geld für das Gesundheitswesen oder das Bildungssystem ausgeben würden?! Denken Sie darüber nach, Mr. Blair. Ihre Karriere hängt davon ab. Wir haben genug!"

Der Quaters Wurm verbreitet sich per EMail mit verschiedenen Betreffzeilen, die sich zumeist auf BankkontenInformationen beziehen. In InternetchatSystemen gibt sich der EMailfähige Wurm als Versuch aus, den Rekord im längsten InternetKettenbrief der Welt brechen zu wollen. Quaters versucht, eine DenialofServiceAttacke auf www.number10.gov.uk zu starten die Website des offiziellen Wohnsitzes des Premierministers von 10 Downing Street, London.

"Tony Blair hat bereits genug Probleme dadurch, dass sein wichtigster PRBerater zurückgetreten ist, und durch den KellyFall ein säbelrasselnder, britischer Virenautor hat ihm gerade noch gefehlt", meint Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Es ist nicht das erste Mal, dass Viren eine politische Botschaft enthalten. Frühere Schädlinge haben sich beispielsweise die Spannungen zwischen Indien und Pakistan zum Thema gemacht oder andere führende Politiker, wie Bill Clinton, attackiert. Die ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher hatte mit dem Fu Manchu ihre Sorgen, der ihren Namen mit einem Füllwort ersetzte, sobald er eingetippt wurde."

Sophos hat bereits einige Meldungen erhalten, dass der Quaters Wurm im Umlauf ist. Der SicherheitsExperte erinnert daran, dass Richtlinien zum sicheren Umgang mit dem Computer und eine aktualisierte AntivirenSoftware das Infektionsrisiko extrem senken. Unternehmen sollten Regeln für den EMailGateway aufstellen, die darüber entscheiden, ob Anwender ausführbare Codes von außen erhalten dürfen oder nicht.

Über Sophos

Mehr als 100 Millionen Anwender in 150 Ländern verlassen sich auf Sophos als den besten Schutz vor komplexen IT-Bedrohungen und Datenverlust. Sophos bietet dafür Security- and Data-Protection-Lösungen an, die einfach zu verwalten, zu installieren und einzusetzen sind und dabei die branchenweit niedrigste Total Cost of Ownership bieten. Sophos bietet preisgekrönte Verschlüsselungs- und Endpoint-Security-Produkte, darüber hinaus Lösungen für Web- und E-Mail-Sicherheit sowie Network Access Control (NAC). Das Angebot wird von einem weltweiten Netzwerk eigener Analysezentren, den SophosLabs, unterstützt. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung gehört Sophos laut den Top-Analystenhäusern zu den führenden Unternehmen für IT-Sicherheit und Datenschutz und hat zahlreiche Branchenauszeichnungen erhalten.

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