"Warum gibt es überhaupt Gesetze gegen Hacking?" fragt Sophos, Hersteller von Virenschutz

April 07, 2003 Sophos Press Release

Bankstown, 
New South Wales Sophos, einer der weltweit führenden Hersteller von Virenschutz für Unternehmen, zeigt sich überrascht, dass ein Mann aus Bankstown, New South Wales, anscheinend straffrei davon gekommen ist, obwohl dessen Anwalt zugegeben hat, dass sein Klient gegen das Gesetz verstoßen hat, indem er sich in das OptusNet gehackt hat.

Stephen Craig D., 22 Jahre, wurde Berichten zufolge sogar ohne Verurteilung freigelassen, obwohl er Zugriff auf persönliche Daten von mehreren Tausend OptusNetKunden über eine "Backdoor" in dem System erhalten hat. Seinem Anwalt zufolge handelte es sich dabei um nichts anderes als eine "intellektuelle Herausforderung".

"Warum haben wir überhaupt Gesetze gegen Hacking, wenn man dagegen verstoßen kann, ohne dass man sich vor einer Strafe fürchten muss?" fragt Paul Ducklin, Head of Technology für den Asiatischpazifischen Raum bei Sophos in Sydney. "Das Einbrechen in andere Computersysteme und 'sich einfach mal umsehen', besonders wenn dabei private und persönliche Daten anderer Personen angesehen werden können, kann einfach nicht akzeptiert werden. Genauso wenig wie auch das Fahren unter Alkohol nicht zu akzeptieren ist, auch wenn 'die Straßen frei sind'."

Sophos ist der Meinung, dass eine geringe Geldstrafe oder sozialer Dienst als Strafe angemessen gewesen wären. Der Staat hätte so demonstrieren können, dass Hacking unmoralisch und illegal ist, ohne bei Mr. D. ein Exempel zu statuieren.