Beamte der National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) vernehmen derzeit zwei
Männer aus Großbritannien, einen 19-jährigen Elektriker aus Darlington
und einen arbeitslosen 21-Jährigen aus Durham im Zusammenhang mit einem
Internet-Computerwurm.
Vor den Vernehmungen wurden zwei Anwesen im County Durham durchsucht.
Es wird angenommen, dass dabei Beweise in Zusammenhang mit Computer- und
Drogendelikten entdeckt wurden.
Zur gleichen Zeit führte ein Team der US-Multi-Agency CATCH (Computer and
Technology Crime Hi-Tech Response Team) mit Sitz in Südkalifornien eine
Hausdurchsuchung in Champaign, Illinois, USA, durch. Ein dort wohnhafter 17-Jähriger wurde von den Behörden vernommen.
Das CATCH Team besteht unter anderen aus Vertretern des Riverside County Sheriff's Department, des Riverside County District Attorney's Office, des United States Secret Service, des Department of Justice und des FBI.
Laut NHTCU sind die zwei Männer aus Großbritannien Mitglieder einer
internationalen Hackergruppe namens "Thr34t Krew". Nach Angaben in einer
Pressemitteilung des NHTCU hat die Hackergruppe einen Wurm names "TK Worm"
erzeugt, der zahlreiche Computer in Großbritannien infiziert und einen Schaden
in Höhe von GBP 5,5 Millionen verursacht hat.
Experten bei Sophos glauben, dass der TK-Wurm eine Schwachstelle in einigen
Microsoft IIS Webservern ausnutzt. Microsoft hat im Mai 2001 ein Patch zur
Verfügung gestellt, das Berichten zufolge die Schwachstelle behebt. Das
Patch steht unter
http://www.microsoft.com/technet/security/bulletin/ms01-026.asp zur Verfügung.
Erst letzten Monat wurde der britische Virenschreiber Simon Vallor zu
zwei Jahren Haft verurteilt, da er drei Viren geschrieben hat, die Berichten
zufolge 27.000 Computer in 42 Ländern infiziert haben.
"Behörden für Computerkriminalität weltweit verbessern ihre Zusammenarbeit
immer mehr und konzentrieren sich mit immer ausgefeilteren Methoden auf
die Ergreifung von Personen, die sich des Computermissbrauchs schuldig machen",
sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant für Sophos Anti-Virus.
"Dies ist nicht der erste Fall einer transatlantischen Polizeizusammenarbeit,
um gegen angebliche Hacker und Virenschreiber zu ermitteln. Dies wird auch
nicht der letzte gewesen sein."
"Hacking und Virenschreiben sind ernste Verbrechen. Sie kosten Unternehmen
in Großbritannien Millionen Pfund durch Geschäftsverluste und Ausfallzeiten.
Unsere Aufgabe ist es, solche Menschen ausfindig zu machen, die Unternehmen
daran hindern ihren Geschäften nachzugehen und sie damit lahmlegen", sagt
Detective Superintendent Mick Deats, Deputy Head of the NHTCU.
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