Macromedia-Virus: Ein Sturm im Wasserglas?

Januar 08, 2002 Sophos Press Release

Sophos, weltweit einer der führenden Hersteller von Antiviren-Software, hat den ersten Virus entdeckt, der Macromedia Flash Dateien infiziert. Diese kommen auf zahlreichen populären Webseiten zum Einsatz.

Der SWF/LFM-926 Virus bedroht Webmaster, die mittels Macromedia Flash Animationen und Special Effects ihre Websites attraktiver gestalten wollen. Anwender, die auf infizierten Websites surfen, können sich durch Herunterladen oder Öffnen einer Flash Datei auf ihrem Computer mit dem Virus infizieren.

"Websurfer, die mit Macromedia Flash animierte Seiten im Internet besuchen, bekommen beim Herunterladen dieses Viruses mehr, als sie erwarten", erklärt Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos Anti-Virus. "Der Macromedia Flash Virus befindet sich noch nicht 'in the wild'. Er beweist jedoch, dass Virenautoren nach neuen Wegen suchen, um Computer zu infizieren. Die beste Verteidigung dagegen ist der Einsatz aktueller Sicherheitssoftware und Grundlagen zum sicheren Arbeiten mit dem Computer zu befolgen."

Sophos empfiehlt Webmastern die Einführung von Prozeduren und Vorschriften, damit die Integrität des auf den Webseiten eingesetzten Codes garantiert ist - unabhängig davon, ob es sich dabei um einen eindeutig ausführbaren Code handelt (wie zum Beispiel EXE- und COM-Dateien) oder um Macromedia Flash Filme.

Sophos hat den Virus auf sicherem Weg an andere Hersteller von Antiviren-Software weitergeleitet, damit deren Experten den neuen Virus erforschen und ihren Kunden entsprechende Lösungen anbieten können.

Sophos hat eine ausführliche Analyse und einen Schutz vor dem SWF/LFM-926 Virus zur Verfügung gestellt.