Laut Sophos könnten virtuelle Fingerabdrücke zur Ergreifung der Verdächtigen im Fall des Goner-Wurms geführt haben

Dezember 10, 2001 Sophos Press Release

Sophos, einer der weltweit führenden Anbieter von AntivirenLösungen für Unternehmen, begrüßt die Verhaftung von vier israelischen Jugendlichen, die mit dem Schreiben und der Verbreitung des GonerComputerwurms in Verbindung gebracht werden. Sophos glaubt, dass der Wurm selbst geheime Schlüssel über die wahre Identität des Täters enthalten hat.

Laut Meir Zohar, Leiter des Polizeidezernats für Computerkriminalität, wurden die vier Oberschüler im Alter zwischen 15 und 16 Jahren am Freitag, dem 7. Dezember, in der nördlichen Stadt Nahariya festgenommen und haben gestanden, in die Angelegenheit verwickelt zu sein.

Der Wurm tarnt sich als Bildschirmschoner namens GONE.SCR. Sobald er aktiviert wird, zeigt er eine Meldung an, die scheinbar vom Autor an seine Freunde adressiert ist:

"pentagone coded by: suid tested by ThE_SKuLL and |satan| greetings to: TraceWar, k9unit, stef16, ^Reno. greetings also to nonick2 out there where ever you are."

W32/GonerA grafische Anzeige

"Virenschreiber verwenden typischerweise sogenannte "Handles" oder Spitznamen, um ihre wahre Identität zu verschleiern," sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos AntiVirus. "Diese können jedoch für Behörden, die im Bereich der Computerkriminalität ermitteln, wertvolle Hinweise darstellen. Diese "Handles" dienen als virtuelle Fingerabdrücke: Wenn der Autor den Spitznamen bereits bei anderer Gelegenheit verwendet hat, können daraus Rückschlüsse gezogen werden und die Behörden können ermitteln."

Laut Zohar müssen die Verdächtigen, sofern sie für schuldig befunden werden, mit Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren rechnen.

"Auch wenn die Personen, die hinter diesem Wurm stehen, gefasst sind, wird der Wurm weiterhin Schaden anrichten. Ähnlich wie der Inhalt der Büchse der Pandora kann der Wurm nach seiner Freisetzung nicht mehr eingefangen werden, egal, wie sehr den Virenschreibern der entstandene Schaden leid tut," fährt Graham Cluley fort.