Angriff durch Sircam am Dienstag unwahrscheinlich

Oktober 12, 2001 Sophos Press Release

Laut Sophos Anti-Virus war der Nimda-Virus Sircams schlimmster Gegener

Sophos, einer der weltweit führenden Hersteller von Antiviren-Software reagiert heute auf Warnungen in den Medien, nach denen der berüchtigte Sircam-Wurm am Dienstag Daten auf Millionen von Computern löschen wird.

Der Sircam-Wurm, der erstmals im Juli aufgetreten ist, wurde so programmiert, dass er am 16. Oktober mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 20 alle Dateien auf der Festplatte des infizierten Computers löschen wird. Forscher bei Sophos haben jedoch herausgefunden, dass es aufgrund eines Fehler im Code des Virenautors unwahrscheinlich ist, dass dieser Nebeneffekt aktiviert wird. Seit dem Auftreten des Sircam-Wurms waren Unternehmen auch von dem sich schnell verbreitenden Nimda-Virus betroffen, der im September aufgetreten ist.

"Da der Ausbruch des Nimda-Virus weltweit für Wirbel gesorgt hat, haben die meisten Unternehmen und Einzel-Anwender ihre Antiviren-Software aktualisiert," sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos Anti-Virus. "Damit haben sie sich auch vor Sircam geschützt. In vielerlei Hinsicht muss der Programmierer von Sircam den Tag verwünschen, an dem Nimda sich verbreitet hat."

Sophos betont weiterhin, dass Sircam zwar so programmiert wurde, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 50 die Festplatte mit einer unsinnigen Nachricht über Mexiko an JEDEM Tag im Jahr aufgefüllt werden kann, jedoch haben sich nur wenige Kunden gemeldet, bei denen dieser Effekt auf ihren Computern eingetreten ist.

Sophos hat bereits am 18. Juli 2001 einen Schutz vor dem Sircam-Wurm zur Verfügung gestellt. Weiterhin empfiehlt Sophos Anwendern, die Richtlinien für sicheres Arbeiten mit dem Computer einzuhalten und sicher zu stellen, dass ihre Antiviren-Software auf einem aktuellen Stand gehalten ist.