Scotland Yard und FBI fassen britischen mutmaßlichen Virenschreiber

August 15, 2001 Sophos Press Release

Sophos, weltweit führender Anbieter von Virenschutz-Lösungen, begrüßt nach der Verhaftung des mutmaßlichen Schreibers des Computer-Wurms "Leaves" die vermehrte Zusammenarbeit zwischen internationalen Einheiten zur Bekämpfung der Computerkriminalität.

Wie Scotland Yard heute bekannt gegeben hat, wurde in Zusammenarbeit mit dem FBI am 23. Juli ein Brite in Süd-London verhaftet, der im Verdacht steht, gegen das Gesetz über Computermissbrauch verstoßen zu haben. Sollte er für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu fünf Jahren Haft.

Der 24-jährige, dessen Name weiterhin unveröffentlicht bleibt, wurde gegen Kaution freigelassen, muss jedoch am 24. September erneut auf einer Londoner Polizeistation vorstellig werden. Die Polizeibehörden haben die Verhaftung bis jetzt geheim gehalten, um weitere internationale Untersuchungen nicht zu behindern.

Der Leaves-Wurm (auch als W32/Leave-A bekannt) trat das erste Mal Ende Juni 2001 auf, wobei er sich, wie auch einige Varianten, als Warnung des Microsoft Security Bulletin über einen gefährlichen neuen Virus tarnte. Anwender, die sich das Patch heruntergeladen hatten, haben damit ein Schlupfloch für Hacker in ihren Home-Computern geschaffen.

"Viren kennen keine Ländergrenzen; ein Computer in San Francisco kann von einem Virus befallen werden, der von einem Jugendlichen in einem Hinterzimmer in London geschrieben wurde," sagt Pino von Kienlin, Managing Director bei Sophos Anti-Virus. "Es stimmt mich optimistisch zu sehen, dass Behörden weltweit enger zusammenarbeiten, um gegen die Virenbedrohung anzukämpfen."