Sophos-Resümee: Virenaktivitäten der vergangenen sechs Monate

Juli 18, 2001 Sophos Press Release

Neuer Rekord bei Anzahl der neu entdeckten und von Sophos entschärften Viren

Sophos, weltweit einer der führenden Spezialisten für Antiviren-Lösungen in Unternehmen, hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 6.127 neue Viren entdeckt und abgewehrt. Für diese Zeit galt auch - so zeigten es die Anrufe beim Sophos Kunden Helpdesk - dass die medienpräsentesten Viren nicht notwendigerweise die schädlichsten gewesen sind.

Die Forschungsabteilung von Sophos macht auf die immense Bedeutung von Computerschutz und regelmäßigem Virenschutz-Updates aufmerksam.

Folgende Viren TopTen-Liste wurde von dem Sophos Helpdesk für die vergangenen sechs Monate aufgestellt:

"Der sehr zerstörerische Magistr-Wurm nahm unseren Support Desk mehr in Anspruch als Viren mit höherem Profil, wie etwa der Homepage- und der Anna Kournikova-Wurm", sagt Pino von Kienlin, Geschäftsführer der Sophos GmbH. "Der Magistr-Wurm verschickt sich selbst via E-Mails mit wahllos generierten Betreff-Linien und Text und erschwert damit die Erkennung. Sein durchschlagender `Erfolg` begründet sich darauf, dass es immer noch viele Anwender gibt, die unbedingt unbekannte Attachments aufmachen müssen. Letztendlich ist es sehr einfach, keine Virenprobleme zu bekommen: Man muss nur regelmäßig Updates seiner Antiviren-Software machen."

Der Homepage-Wurm - auf Platz zwei der sechsmonatigen Viren TopTen - verbreitete sich im Mai 2001 weltweit sehr schnell, indem er neugierige Anwender auf Pornowebseiten lenkte. Sofern der Adressat den Link anklickte, leitete sich der Virus an alle Adressen weiter, die in Microsoft Outlook gespeichert waren.

Auf Platz drei der Virenliste befindet sich der Apology Wurm. Er verhindert den Zugriff auf Websites, die über Viren informieren und fängt E-Mails ab, die an Hersteller für Anti- Viren-Software gerichtet sind. Ein weiterer Grund, regelmäßige Updates der Antivirensoftware vorzunehmen.

Trotz der enormen Medienpräsenz hat es der Anna Kournikova Wurm nur auf Platz fünf der Viren TopTen geschafft. Er machte 7% der Anrufe bei der Hotline aus. Den Kournikova Wurm kann man als "shooting star" bezeichnen, da er sehr viele Computer infizierte, jedoch sehr abrupt wieder von der Bildfläche verschwand.

Weitere Entwicklungen des ersten Halbjahres in 2001:

  • Die ersten Viren (FunnyFile und Choke), die Instant Messenger angreifen, sind aufgetaucht. Dadurch wird aufgezeigt, wie wichtig es ist, sehr vorsichtig zu sein und auf seinem Desktop eine Antiviren-Software installiert zu haben.
  • Unter anderem hat der erste Juni Hoax - namens SULFNBK - Panik ausgelöst. Sophos hat Computernutzern dringend dazu geraten, Virenwarnungen mit Hilfe von Anti-Viren Websites genauestens auf ihre Echtheit zu prüfen.
  • Die Nachricht im Juni, dass der angebliche Autor des Kournikova-Wurms in den Niederlanden rechtliche Konsequenzen zu erwarten hat, zeigt auf, dass die Behörden endlich die Virenautoren zur Verantwortung ziehen werden.
  • Das Auftreten des Ramen-Wurms im Januar bewies, dass Linux User vor Virenattacken auch nicht gefeit sind.