Morgendämmerung der Massen-Mailing-Viren

Juli 27, 1999 Sophos Press Release

6-Monats-Virenanalyse von Sophos bezeichnet das Problem sich selbst verbreitender Viren als größte langfristige Bedrohung

Happy 99, Melissa und ExploreZip markieren erst den Anfang einer neuen Phase in der Virenevolution. Eine aktuelle Studie der Antiviren-Spezialisten von Sophos zu allen in den ersten sechs Monaten des Jahres 1999 aufgetretenen Viren, kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Virenprogrammierer streben nach immer schädlicheren Infektionen und verlassen sich nicht länger auf die unabsichtliche Verbreitung von Viren durch die Anwender.

Die Sophos-Studie verweist dabei vor allem auf drei sich selbst verbreitende Viren in den aktuellen Top Ten. Anstatt über viele Monate hinweg Rechner in der ganzen Welt anzustecken, greifen die neuen Virenarten innerhalb von wenigen Tagen weltweit an. Sophos erwartet eine Fortsetzung dieses Trends, da neue Viren immer weitere Lücken zur automatischen Verbreitung nutzen.

"Sowohl Melissa als auch ExploreZip wurden absichtlich so konstruiert, dass sie sich von alleine über Microsoft Outlook verbreiten", erklärt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Zu Beginn des Jahres hat Melissa den Beweis dafür geliefert, dass sich heute ein Virus innerhalb eines einzigen Tages in der ganzen Welt verbreiten kann. Dies bedeutet bezüglich der Verbreitungsweise von Viren eine dramatische Veränderung."

Sophos bildet seit Jahren die Speerspitze im immer schnelleren Kampf gegen neueste Virengefahren und empfiehlt Unternehmen dringend, ihre Antiviren-Software auf dem neusten Stand zu halten sowie für eine "Sichere Computer"-Politik zu sorgen.

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